Adventsgedanken

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Eine junge Familie begibt sich auf eine lange Reise, nicht freiwillig. Eine beschwerliche Reise zumal die Frau hochschwanger ist und sie nicht überall willkommen sind. Oft stehen sie vor verschlossenen Grenzen, erleben Ablehnung und müssen weiterziehen.

Jeder kennt die Geschichte – Maria und Josef in Betlehem. Oder doch nicht? Die gleiche Geschichte könnte sich derzeit täglich in Syrien oder einem anderen der vielen Konfliktregionen dieser Welt abspielen.

Wir feiern in ein paar Wochen das Weihnachtsfest in Erinnerung an die damaligen Geschehnisse, beschenken uns gegeneitig mit mehr oder weniger nützlichen, sinnvollen oder sinnfreien Dingen. Dabei verkommt das Fest immer mehr zu einem Kaufrausch welcher primär unserer konsumorientierten, werbegesteuerten Gesellschaft ein Miliardengeschäft beschert – und uns vermeindlich besinnliche Weihnachten.

Der eigentliche Sinn des Festes der Liebe geht dabei oft unter oder kommt zu kurz.

Und während wir auf der einen Seite das Geschehnis vor ca. 2000 Jahren feiern machen uns auf der anderen Seite die Ereignisse im Jetzt Angst, bringen Unsicherheit. Hass wird geschürt und mit Neid und Fehlinformation wird gespielt.

Zudem überfluten uns in diesen Tagen schockierende Meldungen von irren Taten einiger radikaler Gruppen. Unschuldige werden verletzt und getötet, Tausende sind auf der Flucht, suchen Schutz und sind eine Herausforderung für unsere Gemeinschaft, welche verzweifelt nach Lösungen sucht. Gleichzeitig erleben wir eine unglaubliche Solidarität, Hilfsbereitschaft und selbstlose Unterstützung vieler in unserem Land.

Es kommt nicht darauf an was wir uns schenken sondern wie wir miteinander umgehen, wie wir uns begegnen.

Ich achte alle Menschen und 
suche sie zu verstehen.
Pfadfindergesetz der PPÖ

Wünsche Euch viele eindrückliche und bereichernde Begegnungen an denen Ihr wachsen könnt.

Noch ein Gedanke – alles ist vergänglich – das einzige was bleibt ist die ZEIT. Schenkt Euch doch mal ZEIT

Rainer